Sternbild
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
And |
Andromedae |
Andromeda |
Geschichte
Prinzessin Andromeda von Äthiopien war
die Tochter des Kepheus und der Kassiopeia. Sie sollte in Ketten
gelegt dem Walfisch zum Frass vorgeworfen werden, damit dieser von
seinem Vorhaben, das Land mit einer Sturmwelle zu überfluten,
ablasse. Sie wurde aber vom Helden Perseus gerettet.
Die Andromeda ist eines der 48 klassischen Sternbilder der Antike,
die von Ptolemäus beschrieben wurden. Zuvor erscheint sie als
Andromede (’Ανδρομέδη)
in den Phainomena des Aratos von Soloi, mit dem heute
geläufigen Namen bei Eratosthenes und Hipparchos. Eratosthenes und
Hyginus zufolge wurde Andromeda von Minerva unter die Sterne
versetzt, als Lohn für ihre Treue zu Perseus, die sich dadurch
erwies, dass sie Perseus folgte und es ablehnte, bei ihren Eltern zu
bleiben. Bis zur Festsetzung der modernen Grenzen der Sternbilder
galt der helle Stern Sirrah (α And) zugleich als Kopf der Andromeda
und als Nabel des Pegasus. Sowohl Eratosthenes als auch Hyginus
verweisen auf die (verlorene) Andromeda des Euripides.
Zum Sternbild
Der Hauptstern
a Andromedae bildet
gleichzeitig den linken oberen Stern des sogenannten Pegasusquadrats.
Die altarabische Bezeichnung Alpheratz oder "Schulter des Pferdes"
erinnert aber an die Nachbarschaft zu Pegasus. Häufiger dagegen wird
heute die Bezeichnung Sirrah für den Stern benutzt. Er bedeutet
"Nabel". In vielen alten Darstellungen bilden die Sternenkette
a,
b und
g Andromedae
nämlich nur noch Unterkörper, Beine und Füsse der äthiopischen
Prinzessin während der Oberkörper ins Pegasusquadrat hineinreicht.
Das Starobjekt der Andromeda ist aber ohne Zweifel der grosse
Andromeda-Nebel ( M31). Der Nebel ist "nur" 2,3 Mio Lichtjahre von
uns entfernt und sein Durchmesser beträgt 150'000 Lichtjahre. In
klaren, dunklen Nächten kann man sein helles Zentrum bereits
von Auge beobachten. Erst in einem Teleskop zeigt er seine wahre
Schönheit.