Sternbild Grabstichel
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Cae |
Caelum |
Grabstichel |
Geschichte
Der französische Astronom Nicolas Louis de Lacaille
belegte 1763 in seinem Coelum Australe Stelliferum einige Regionen
des südlichen Sternhimmels, die noch nicht benannt waren, mit Namen.
Im Gegensatz zu den klassischen Sternbildern, die nach
mythologischen Gestalten benannt sind, trugen seine Konstellationen
meist die Namen von technischen Errungenschaften. Der ursprüngliche
Name lautete Caela Sculptoris („(die) Grabstichel des
Kupferstechers“ oder allgemeiner „Werkzeuge des Grafikers“). Der
Grabstichel ist ein Gravierwerkzeug, das früher zur Anfertigung von
Kupfer- oder Stahlstichen verwendet wurde. Später wurde der Name zu
Caelum verkürzt.
Zum Sternbild
Der Grabstichel ist ein unauffälliges
Sternbild südlich des Hasen (Lepus) und östlich des ausgedehnten
Eridanus. Vier Sterne bilden eine gekrümmte Linie. Nur zwei Sterne
sind heller als die 5. Grössnklasse.
Der Hauptstern
a Caeli kommt auf die geringe Helligkeit von 4,5mag.
Seine Entfernung beträgt 72 Lichtjahre. Er ist ein Doppelsterne. In
einer Distanz von 6,6 Bogensekunden befindet sich ein Begleiter 13.
Grösse. Wegen seiner Lichtschwäche kann dieser Stern aber erst mit
grösseren Teleskopen aufgefunden werden.