Sternbild Giraffe

Abkürzung Lateinischer Name deutscher Name
Cam Camelopardalis Giraffe

Sterbild Giraffe

Geschichte


In der Antike wurde die Sterne der Giraffe keinem Sternbild zugeordnet. Erst der niederländische Kartograf Petrus Plancius führte Camelopardalis im Jahre 1613 ein, offensichtlich, um die vermeintliche „Lücke“ am Himmel zu schließen. Der deutsche Astronom Jacob Bartsch, ein Schwiegersohn von Johannes Kepler, übernahm das Sternbild in sein 1624 erschienenes Planisphaerium Stellaris. Er sah darin ein in der Bibel erwähntes Reittier, auf dem Rebekka zu ihrer Hochzeit ritt. Offensichtlich glaubte Bartsch, dass es sich um ein Kamel handele. Auch der Danziger Astronom Johannes Hevelius nahm das Sternbild in seinen einflussreichen, 1690 erschienenen Sternkatalog auf.


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Herauszuheben sind dagegen einige Sternhaufen und Nebel, die bereits mit einem kleinem Teleskop beobachtet werden können. Dazu gehört vor allem der offene Sternhaufen  NGC 1502, der ungefähr 3000 Lichtjahre von uns entfernt ist. Mit einer Gesamthelligkeit von 9 mag. ist NGC 2403 ein Spiralnebel in ungefähr 11 Mio. Lichtjahren Entfernung.