Sternbild Drache

Abkürzung Lateinischer Name deutscher Name
Dra Draco Drache


Sternbild Drache

Geschichte
Der Drache gehört zu den klassischen 48 Sternbildern der Antike, die von Ptolemäus erwähnt werden. Aufgrund der Präzessionsbewegung der Erde war der Hauptstern Thuban (α Draconis) vor 5000 Jahren der Polarstern des Nordhimmels. Die geringste Distanz zum exakten Himmelspol wurde um 2830 v. Chr. mit 10 Bogenminuten erreicht.

In den Schöpfungsgeschichten der griechischen Mythologie taucht kein drachenähnliches Untier auf. Doch in den Mythen der Helden ist ein Drache zu überwinden. So kann die spätere Stadt Theben erst gegründet werden, nachdem Kadmos den an dieser Stelle wohnenden Drachen tötete und eine Hälfte von dessen Zähnen in den Boden versenkte. Und in der Argonautensage um Jason bewachte der Drache das Goldene Vlies.

Im Sagenkreis um Herakles handelte es sich um einen hundertköpfigen Drachen, Ladon. Herakles wurde die Aufgabe übertragen, die goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen, deren Genuss Unsterblichkeit und ewige Jugend verhieß. Die Äpfel wurden streng von Ladon und den Hesperiden bewacht. Herakles konnte die Äpfel schließlich an sich nehmen. Nach einer Version soll er den Titanen Atlas überredet haben, die Äpfel für ihn zu holen – und währenddessen die schwere Last übernommen haben, das Himmelsgewölbe zu tragen. Der anderen Version nach holte Herakles die Äpfel selbst, wobei er den Drachen tötete. Herakles wurde ebenfalls als Sternbild verewigt. Er befindet sich unter dem römischen Namen Herkules in der Nähe des Drachenkopfes am Himmel.





Sternkarte Drache

Zum Sternbild
Die Namen der Sterne Ettanin, Thuban und Rastaben sind arabischen Ursprungs und leiten sich aus der arabischen Bezeichnung für Drachen ab.
Die Sterne R und T Draconis sind pulsationsveränderliche Sterne vom Typ Mira. Es handelt sich dabei um leuchtkräftige rote Riesen oder Überriesen, die sich rhythmisch aufblähen und wieder zusammenziehen, was als deutliche Helligkeitsschwankung beobachtet werden kann. Während des Maximums werden R und T so hell, dass sie mit einem Fernglas aufgespürt werden können. Im Minimum sinkt ihre Helligkeit unter 13 mag ab, so dass ihre Beobachtung ein größeres Teleskop erfordert.
Das Sternbild Drache hat mehrere Galaxien und einen Planetarischen Nebel. Zu erwähnen ist die Galaxie M102 mit einer Helligkeit von 9mag. sowie die Galaxien NGC 5907 und 6543. Beim Planetarischen Nebel handelt es sich um NGC 6543 (Katzenaugennebel).