Sternbild Chemischer Ofen

Abkürzung Lateinischer Name deutscher Name
For Fornax Chemischer Ofen


Sternbild Chemischer Ofen


Geschichte
Das Sternbild wurde 1756 unter dem Namen le Fourneau (Fornax Chimiae im Jahr 1763) von Nicolas Louis de Lacaille eingeführt.
Johann Elert Bode übernahm es als Apparatus Chemicus in seinen Sternatlas Uranographia.Lacaille hatte von 1751 bis 1752 am Kap der guten Hoffnung den südlichen Sternenhimmel beobachtet und katalogisiert. Dabei waren ihm grössere, nicht durch Sternbilder belegte Himmelsareale aufgefallen. Um seine beobachteten und vermessenen Sterne besser katalogisieren zu können, ersann er Sternbildnamen, die zu den epochemachenden Erfindungen seiner Zeit und zu historischen Gegenständen passten und fügte diese neuen Sternbilder ziemlich willkürlich den bestehenden Sternbildern hinzu. So kam auch ein Gerät unter der Bezeichnung „Fornax Chemica“ an den Himmel, welches in einem Atlas von Johann Elert Bode als „Apparatus Chemicus“ bildlich dargestellt wurde. Bode soll dieses Sternbild dem französischen Chemiker Antoine Lavoisier (1743-1794) gewidmet haben.




Sternkarte Chemischer Ofen


Zum Sternbild
Das kleine, nur aus wenigen schwächeren Sternen bestehende Sternbild wurde erst im 18. Jahrhundert von Lacaille eingeführt. Es steht so weit südlich, dass es von Nordeuropa aus nicht mehr gesehen werden kann. Selbst von Mitteleuropa aus steht es nur gelegentlich knapp über dem Südhorizont.
Der Hauptstern a Fornacis ist 3,9 mag. hell und hat eine Entfernung von 40 Lichtjahren. Es handelt sich dabei um einen Doppelstern. Der Begleiter hat eine Helligkeit von 5,8mag. und lässt sich schon mit einem Teleskop von 6cm Öffnung trennen.
Im Sternbild befindet sich der Fornax-Galaxienhaufen, der 58 Galaxien enthält. Mit einer Entfernung von etwa 60 Millionen Lichtjahren ist er nach dem Virgo-Galaxienhaufen der zweitnächste Galaxienhaufen.