Sternbild Kranich
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Gru |
Grus |
Kranich |
Geschichte
Ende des 16. Jahrhunderts beschrieben die
niederländischen Seefahrer und Entdecker Pieter Dirkszoon Keyser und
Frederick de Houtman die Sterne als eigenständiges Sternbild Den
Reygher („der Reiher“) Kranich. Petrus Plancius und Jodocus Hondius
setzten ihn 1598 resp. 1600 als Phoenicopterus („Phönix“). Johann
Bayer übernahm das Sternbild dann unter der heutigen Bezeichnung in
seinen 1603 erschienenen Himmelsatlas Uranometria.
Zum Sternbild
Dieses Sternbild wurde im Jahre 1603 von
J. Bayer eingeführt. Es kann von Mittel- und Nordeuropa aus nicht
mehr gesehen werden. Dagegen ist es für die Bewohner Südeuropas ein
bemerkenswertes Sternbild knapp über dem Südhorizont, das über
einige mittelhelle bis hellere Sterne verfügt. Der Hauptstern Gruis
wird arabisch Alnair bezeichnet, was "Der Helle" bedeutet. Seine
Helligkeit beträgt 1,8 mag., der Abstand 65 Lichtjahre. Aber auch
Gruis ist mit 2,2 mag. noch beachtlich hell. Es ist ein roter
Riesenstern, in etwa 280 Lichtjahren Entfernung. Seine Leuchtkraft
dürfte etwa 800 mal grösser sein als die der Sonne.