Sternbild Eidechse

Abkürzung Lateinischer Name deutscher Name
Lac Lacerta Eidechse


Sternbild Eidechse

Geschichte
Das Sternbild wurde von dem Danziger Astronomen Johannes Hevelius in seinem 1690 posthum erschienenen Werk Firmamentum Sobiescianum, sive uranographia eingeführt. Hevelius vergab auch den Zweitnamen Stellio (Wassermolch), der allerdings kaum benutzt wurde.
Die Sterne des heutigen Sternbilds waren mehrfach Teile von Sternbildern, die sich nicht durchsetzen konnten: Der Franzose Augustin Royer fasste die Sterne 1697 zu Ehren des Sonnenkönigs Ludwig XIV. zum „Sceptre“ (dem Zepter) zusammen. Johann Elert Bode schlug 1787 den Namen „Honores Frederic“ („Friedrichs Ehre“) zum Gedenken an den ein Jahr zuvor verstorbenen preußischen König Friedrich den Grossen.



Sternkarte Eidechse

Zum Sternbild
Die Eidechse liegt noch fast innerhalb der Milchstrasse und enthält einige offene Sternhaufen, die auch mit kleineren Teleskopen beobachtet werden können. Dazu gehört NGC 7209, an der Grenze zum Schwan, mit etwa 50 Sternen zwischen der Helligkeit 8,5 und 10,5 mag. und einer Entfernung von 4300 Lichtjahren.
Im nördlichsten Teil des Sternbilds leuchtete einst eine berühmte Nova auf, die Nova Lacertae 1936. Am 20.6. 1936 erreichte dieser Stern eine Helligkeit von 2,2mag. und wurde damit innerhalb von 3 Tagen etwa 175'000 mal heller, 300'000mal heller als die Sonne. Diese Nova ist ein typisches Beispiel für eine so genannte schnelle Nova. Sie war 5400 Lichtjahre entfernt und stellt heute einen schwachen weissen Zwergstern mit der Helligkeit 14,8mag. dar.