Sternbild Mikroskop
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Mic |
Microscopium |
Mikroskop |
Geschichte
Das Sternbild Mikroskop wurde 1751–52 von dem
französischen Astronomen Nicolas Louis de Lacaille eingeführt,
nachdem er zwei Jahre lang vom Kap der Guten Hoffnung aus den
Sternhimmel beobachtet hatte. Allerdings setzte er diesem
bedeutenden technischen Gerät in dem unscheinbaren Sternbild nur ein
bescheidenes Denkmal. Es scheint eher, als ob Lacaille es als
„Lückenfüller“ zwischen dem Schützen (Sagittarius) und dem
Kranich (Grus) einfügte. Insgesamt führte Lacaille damals 14
neue Sternbilder in bis dahin noch unkartierten Regionen des
Südhimmels ein, die er meist nach grundlegenden Erfindungen und
Gerätschaften der Wissenschaft und Kunst benannte.. Zuerst hatte er
ihnen französische Namen gegeben, latinisierte diese dann aber in
der von ihm 1763 unter dem Titel Coelum Australe Stelliferum
veröffentlichten Sternkarte. So führte er das hier behandelte
Sternbild zuerst unter der Bezeichnung le Microscope ein,
änderte den Namen jedoch 1763 in die lateinische Schreibweise
Microscopium ab.. fEr benannte u. a. auch 1756 die von John
Flamsteed zum Sternbild Südlicher Fisch (Piscis Austrinus)
gerechneten und als 1 Piscis Austrini bzw. 4 Piscis
Austrini bezeichneten Sterne in Gamma Microscopii bzw. Epsilon
Microscopii um.
Zum Sternbild
Es enthält nur Sterne der 5.
Grössenklasse und schwächer.
a Microscopii ist 5.0 mag. hell.
Gamma Microscopii ist ein 254 Lichtjahre entfernter,
gelb l
euchtender Stern mit dem 10-fachen
Durchmesser unserer Sonne.
NGC 6925 ist unter den wenigen im Sternbild Mikroskop beobachtbaren
Galaxien noch das interessanteste Objekt. Es handelt sich bei ihr um
eine Spiralgalaxie vom Hubble-Typ Sbc der 11. Größenklasse. Nach der
verbesserten Neuauflage des New General Catalogue erscheint
sie als längliche Spiralgalaxie mit aufgehelltem Kern und eng
gewundenen, diffusen Armen. Die Entfernung der Galaxie zur
Milchstrasse beträgt ungefähr 127 Millionen Lichtjahre; in ihr
leuchtete die im Juli 2011 von Stu Parker in Neuseeland entdeckte
Supernova SN 2011ei auf.