Sternbild Fliege
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Mus |
Musca |
Fliege |
Geschichte
Die Fliege gehört zu den zwölf neuen Sternbildern,
die Ende des 16. Jahrhunderts von den niederländischen Seefahrern
Pieter Dirkszoo Keyser und Frederick de Houtman eingeführt wurden. Johann Bayer
übernahm sie als Biene (Apis) in seinen 1603 erschienenen
Himmelsatlas Uranometria.
1752 benannte sie Nicolas Louis de Lacaille in La Mouche um (Planisphère
des Étoiles Australes, datiert 1752, veröffentlicht 1756,
latinisiert Musca auf dem Coelum Australe Stelliferum
(postum 1763 veröffentlicht). Später heißt sie auch Musca
Australis in Abgrenzung zur Musca Borealis im Widder nach
Johannes Hevelius (die auf Plancius’ Biene zurückgeht.
Nach Johann Elert Bodes Atlanten 1782 hört die Verwendung der
nördlichen Fliege aber auf, und heute heißt sie daher wieder
kurz und bündig Musca.
Auf alten Sternkarten schnellt die Zunge des benachbarten Chamäleons
in Richtung Fliege.
Zum Sternbild
Der Hauptstern
a Muscae ist nur 3,0 mag. hell, die anderen Sterne
des nicht umfangreichen Sternbilds sind noch schwächer.
a Muscae ist ein blauer Überriese in etwa 320
Lichtjahren Entfernung mit der 5.000-fachen Leuchtkraft unserer
Sonne. In einem Abstand von 2600 AU befindet sich ein lichtschwacher
Begleitstern, der ihn in 45.000 Jahren umkreist.
Im Sternbild Fliege befindet sich der Kohlensack, eine
ausgedehnte Dunkelwolke in 600 Lichtjahren Entfernung. Ausserdem zu
Erwähnen sind die zwei Kugelsternhaufen NGC 4833 mit 7,4mag und NGC 4378
mit 7,8mag Helligkeit, sowie der Planetarische Nebel NGC 5189 mit
9.7mag. Helligkeit.