Sternbild Maler
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Pic |
Pictor |
Maler |
Geschichte
Der französische Astronom Abbé de la Caille hat 1751
bis 1752 insgesamt 14 der heute gültigen 88 Sternbilder, und davon
viele für den südlichen Sternenhimmel, eingeführt. Dabei ist er
oftmals sehr tiefgründig mit seinen Benennungen umgegangen. Ihm ging
es vornehmlich darum, wissenschaftlich bedeutende Gerätschaften am
Himmel zu verewigen. So benannte er ein Sternbild östlich von
Schiffskiel und Achterschiff „Equuleus pictoris“ in der direkten
Übersetzung aus dem Lateinischen “Der Pferdemaler”. Equuleus steht
aber auch für Staffelei und gibt somit dem Sternbildnamen die
Bedeutung “Staffelei des Malers”. Eigentlich wollte de Lacaille den
„Bildermachern“ ein Denkmal an den Himmel setzen, waren ihm doch
schon erste Kenntnisse von urzeitlichen Höhlenmalereien und anderen
bedeutenden Bildwerken zuteil geworden, die Leben und Kunst der
jeweiligen Epoche darstellten. Auf einem ersten Kartenwerk des
südlichen Sternenhimmels, der Planisphère des Étoiles Australes,
datiert von 1752 aber erst veröffentlicht im Jahr1756, erschienen
erstmals seine neu eingeführten Sternbilder. Als Allegorie für das
Sternbild Pictor verwendete er eine Malerstaffelei mit einer
Farbenpalette. Die originale, französische Bezeichnung lautete: “Le
Chevalet et la Palette”.Auf älteren Sternkarten wird es meist als
Staffelei mit Pinsel dargestellt.
Zum Sternbild
Der Hauptstern
a Pictoris ist nur 3,3 mag. hell.
t Pictoris ist ein mit einem 5cm Teleskop leicht zu
trennender Doppelstern. Die beiden Sterne 5,6 mag und 6,4 mag.
stehen 12,3 Bogensekunden auseinander.