Sternbild Teleskop
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Tel |
Telescopius |
Teleskop |
Geschichte:
Das Sternbild Teleskop wurde 1751–52 von dem
Astronomen Nicolas Louis de Lacaille in seiner Himmelskarte unter
der französischen Bezeichnung le Telescope neu eingeführt und
sollte ein Luftfernrohr darstellen.
In der zweiten Ausgabe seiner Karte (Coelum australe stelliferum,
1763) latinisierte Lacaille den Sternbildnamen zu Telescopium.
Mit der Wahl des Namens wollte er an die Erfindung des Instruments
erinnern, das so große Bedeutung für die Entwicklung der Astronomie
hatte. Im von Johann Elert Bode entworfenen Sternatlas
Uranographia, sive astrorum descriptio … (1801) ist das
Sternbild realistisch dargestellt. Die ursprüngliche Ausdehnung, die
Lacaille dem Sternbild gegeben hatte, wurde von späteren Astronomen
zugunsten anderer Sternbilder verkleinert. So wurde beispielsweise
der von Lacaille Beta Telescopii genannte Stern später dem
Schützen zugeordnet und trägt heute die Bezeichnung Eta Sagittari.
Zum Sternbild:
a Telescopii, sein Hauptstern, hat eine Helligkeit von 3,8
mag. Knapp östlich von
a Teleskopii befindet sich der mit blossem Auge leicht zu
trennende optische Doppelstern
d1/
d2Teleskopii.
Das Sternbild Teleskop kann mit dem nicht sehr hellen (9,2mag.)
hellen Kugelsternhaufen NGC 6584 und den Galaxien NGC 6725, 6754,
6761 und 6851 aufwarten.