Sternbild Südliches Dreieck
Abkürzung |
Lateinischer Name |
deutscher Name |
Tra |
Triangulum Australe |
Südliches Dreieck |
Geschichte:
Als Urheber des Sternbildes werden teils die
niederländischen Seefahrer Pieter Dirkszoon Keyser und Frederick de
Houtman genannt, die 1595–97 den südlichen Himmel vermassen. Von
ihnen übernahm es Johann Bayer in seinen 1603 erschienenen
Himmelsatlas Uranometria, und er wird aufgrund der maßgeblichen
Bedeutung seines Werkes auch als der Autor angegeben. Schon 1589
findet es sich aber auf einem Himmelsglobus des Petrus Plancius.
Tatsächlich steht es dort aber auf dem Kopf, und erst auf dem Globus
von 1598, der die Vermessung von Keyser und de Houtman umsetzt,
stellt es sich richtig dar. Beschrieben wurde es bereits 1500 vom
spanischen Navigator Mestre João, der italienische Entdecker Amerigo
Vespucci erwähnt es 1502 im Bericht seiner zweiten Reise, und auch
bei Andreas Corsali (1512) findet es sich. Plancius dürfte auf die
Berichte der beiden Letzteren Bezug genommen haben, aber keine
genauen Positionen gehabt haben.
Zum Sternbild:
Sein Hauptstern
a Trianguli australe hat die beachtliche Helligkeit von 1,9
mag. Die Entfernung beträgt 80 Lichtjahre.
β Trianguli
Australis, der zweithellste Stern, gehört mit einer Entfernung von
40 Lichtjahren zur näheren Umgebung der Sonne.
NGC 6025 st ein offener Sternhaufen in etwa 2.700 Lichtjahren
Entfernung. Er enthält etwa 60 Sterne, die heller als die 7.
Grössenklasse sind. Bereits im Prismenfernglas bietet er einen
schönen Anblick.